27.09.2019

Autodiebe sind wählerisch
Die gute Nachricht: Die Zahl der gestohlenen Autos ist im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die weniger gute Nachricht. Autodiebstähle sind dennoch ein ernstzunehmendes Problem. Jeden Tag werden rund 50 Autos gestohlen.

Weniger Diebstähle, aber mehr Schaden
Wenn man bedenkt, dass insgesamt mehr Autos als in den Vorjahren zugelassen wurden, ist die Tatsache, dass insgesamt weniger Fahrzeuge gestohlen werden, eine weitere gute Nachricht. Doch auch die muss relativiert werden, denn die Schadenshöhen haben zugenommen. Das liegt daran, dass die Diebe wählerischer geworden sind.

Spitzenreiter bei Autodiebstählen
Man kennt die Marken, die den Markt beherrschen: VW, Audi, Mercedes und BMW sind die Platzhirsche auf dem Automarkt. Aber eben auch die begehrtesten Marken für Diebe. VW liegt vorn, gefolgt von BMW, Audi und Mercedes. Und eben diese Tatsache lässt die Schäden nach oben klettern, weil Diebe gerne neue und teure Autos stehlen.

Eine ziemlich simple Maßnahme gegen Diebstahl
Sehr effektiv und dazu noch abschreckend ist die Lenkradkralle (die es auch als Ausführung für die Felge gibt). Sie bietet nicht nur einen guten Schutz, sondern schreckt Diebe zudem ab. Wer schon von außen sieht, dass eine Lenkradkralle im Wagen angebracht ist, verliert meist die Lust an seinem „Abenteuer Diebstahl“.

22.08.2019

Entwicklung von E-Autos per Crowdfunding? Alles scheint möglich
Am Platzhirsch Tesla kommt auf absehbare Zeit niemand vorbei. Das wissen auch die Hersteller von Verbrennungsmotoren, die trotzdem an der Entwicklung von E-Autos arbeiten. Doch es gibt Konkurrenz, und die kommt nicht aus dem Hause Tesla, sondern aus dem Internet. Elektro-Autos, die über Crowdfunding finanziert werden sollen, mögen die Großen bisher nicht ärgern. Doch das könnte sich durchaus ändern.

Entwicklung aus Crowdfunding-Mitteln?
Crowdfunding ist nicht neu. Aber die Entwicklung von E-Autos damit zu finanzieren, mutet doch sehr gewagt an. Trotzdem probieren es Anbieter, und sie sammeln gutes Geld ein.
Für die Geldgeber bedeutet ein solches Projekt im Wesentlichen, eine Menge Geduld mitbringen zu müssen. Schließlich ist die Entwicklung eines E-Autos keine Kleinigkeit. Und viele Projekte starten denn auch optimistisch, um dann festzustellen, dass das anfängliche Tempo abnimmt, um dann im Stillstand steckenzubleiben.

Einige könnten sich durchsetzen
Von Beginn an auf einem guten Weg war die Idee des Unternehmens „Sono Motors“. Die Macher hatten sich zum Ziel gesetzt, ein E-Auto zu entwickeln, das mit Sonnenenergie angetrieben wird und zu einem erschwinglichen Preis zu haben sein sollte.
Nachdem eine Menge Geld eingesammelt worden war (immerhin ein sechsstelliger Betrag), konnte 2017 ein erster Prototyp vorgestellt werden. An der Preisschraube allerdings mussten die Entwickler drehen, zuletzt war ein Preis von 25.500 Euro im Gespräch.
Im Vergleich zu E-Autos von BMW & Co. wirkt dieser Preis aber nicht übertrieben, sondern eher attraktiv. Man wird sehen, was das Crowdfunding noch an neuen Modellen hervorbringt. Gesammelt und entwickelt wird jedenfalls fleißig.

15.01.2019

Autonomes Fahren zuerst bei Brummis?
Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten, so sehr die Kritiker sich auch beschweren. Das autonome Fahren wird weiter forciert, zahlreiche Unternehmen – im Übrigen nicht nur Autobauer – arbeiten an der Technologie, die die Zukunft verändern könnte. Trotzdem wird es wohl noch eine Weile dauern, bis das autonome Fahren sich flächendeckend durchsetzt. Beim Lkw-Verkehr könnte es aber schneller gehen.

Die Zukunft auf der CES in Las Vegas
Die Detroit Auto Show hat Konkurrenz bekommen. Von der CES, die ursprünglich eine Consumer- und Technologieshow war. Doch auf der letzten Ausstellung waren auch autonom fahrende Autos zu sehen, was die Zielgruppe der Detroit Auto Show anzog. Vollautomatisierte Autos mit Rundumblick faszinierten die Messebesucher. Besonders Bosch konnte punkten, mit dem vollverglasten Shuttle der Zukunft. Das autonome Fahren soll nicht nur die Unfälle deutlich senken, sondern als maßgeschneidertes Taxi dienen. Dadurch entfällt auch die Parkplatzsuche, denn der Shuttle kommt, wenn er gebraucht wird, setzt seine Gäste am Zielort ab und verschwindet wieder.

Brummis ohne Fahrer?
Experten gehen davon aus, dass vor den Pkw zunächst die Lastwagen auf das Selbstfahren umsteigen werden. Das autonome Fahren auf der Autobahn zu realisieren, wo die Brummis dann vielleicht auf eigenen Spuren fahren, erscheint naheliegender als den Personenverkehr selbstfahrend in den Griff zu bekommen. Bereits in 10 Jahren könnten also Brummis das Bild der Autobahnen prägen. Brummis ohne Fahrer allerdings.

07.12.2018

Leere Batterie mit Booster aufladen – ist das bedenklich?
Mit dem Winter kommt die Zeit, da der Wagen nicht anspringt. Das liegt teils an der Batterie des Wagens, teils aber auch am Fahrer, der beispielsweise vergisst, das Licht auszuschalten, bevor er am Abend den Wagen abschließt und ins warme Wohnzimmer läuft. Sogenannte Booster – also Hochstrom-Ladegeräte – versprechen schnelle Wirkung. Doch sind diese Booster wirklich unbedenklich?

Booster richtig nutzen
Eins vorweg: Booster sind ebenso gut und praktisch wie die klassische Starthilfe mittels Kabel. Dennoch sollte man vor der Verwendung genau die Gebrauchsanweisung studieren, um keine Fehler zu machen. Wichtig ist die richtige Reihenfolge des Ansteckens der Kabel, natürlich auch die korrekte Verteilung der Plus- und Minuspole, und letztlich lohnt ein genauerer Blick in die Anleitung des Boosters immer, um mögliche Überraschungen zu vermeiden.

Besser als Booster: eine gute Batterie
Springt der Wagen nicht an, kann ein Booster zwar kurzfristig helfen, doch das Problem könnte tiefer liegen. Die Batterie sollte daher in solchen Momenten unbedingt durch einen Fachmann überprüft werden. Dies fällt natürlich weg, wenn eindeutig ein Bedienerfehler des Fahrers vorliegt. Kann man sich aber im Grunde nicht erklären, woran es liegt, dass der Wagen nicht anspringt, ist ein Check der Batterie unbedingt zu empfehlen. Mit einer neuen ist dann womöglich gar kein Booster mehr nötig.

24.10.2018

Elektro-Autos und das Gewicht des Akkus: Könnte das Problem behoben werden?
Es ist bekannt, dass die Autohersteller mit dem größten Vergnügen große und besonders teure Autos verkaufen, etwa SUVs. Kleinwagen bringen nicht viel ein und fristen daher ein Dasein in den unauffälligen Ecken der Verkaufsräume. Das Problem ist besonders gravierend, wenn Kleinwagen als Elektro-Modell angeboten werden. Denn die Akkus sind so klein, dass die Reichweite extrem leidet. Und wenn es eine Lösung für dieses Problem gäbe?

Das Auto als Akku
Auch bei Elektro-Autos stehen große, schwere SUVs hoch im Kurs. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass sich in den Pseudo-Geländewagen größere Akkus verbauen lassen. Wissenschaftler kamen aber kürzlich auf die Idee, in Kleinwagen nicht nur Akkus einzubauen, sondern darüber hinaus die Karosserie als Batterie fungieren zu lassen. Als Energiespeichermedium könnten so die Kapazitäten auch bei kleinen E-Autos vergrößert werden.

Der Haken an der Sache
Einen Haken gibt es auch bei der Idee. Denn einerseits könnte der Einsatz der Karosserie als Energiespeichermedium zu einer Einsparung von rund 50 Prozent des Gewichts des elektrisch angetriebenen Kleinwagens führen. Andererseits wäre die Umsetzung sehr teuer, da Kohlestofffasern mit den beschriebenen Eigenschaften ihren Preis haben. Was wiederum den Preis des Kleinwagens in die Höhe treiben und potenzielle Käufer wahrscheinlich verschrecken würde.

05.09.2018

Selbstfahrend in den Crash
Die Diskussionen um selbstfahrende Autos brechen nicht ab, auch wenn sie zuweilen ein wenig abebben. Doch nun dürfte sich die Schlagzahl wieder erhöhen, da es zu einem Auffahrunfall mit einem selbstfahrenden Auto gekommen ist.

„Titan“ von Apple bereitet Probleme
Über das Apple-Projekt „Titan“ ist nur wenig bekannt. Nur wenige Mitarbeiter sind involviert. Und eigentlich ging sogar schon das Gerücht, dass Apple das Projekt aufgegeben habe, doch nun stellte sich heraus, dass dem nicht so ist. Schon seit 2005 arbeitet Apple an einer Software für selbstfahrende Autos. In Kalifornien kam es nun zu einem Auffahrunfall.

Schuld des auffahrenden Fahrers?
Bei dem selbstfahrenden Auto von Apple handelt es sich um einen Lexus RX450h. Der kam aus einer Seitenstraße und wollte sich in den fließenden Verkehr einordnen, als es zum Crash kam. Ein Nissan Leaf hatte den Lexus gerammt. Passiert ist nicht viel, beide Wagen waren mit geringen Geschwindigkeiten unterwegs. Und normalerweise würde man denken, dass die Schuld beim Fahrer des Nissan liegen müsste, schließlich war er dem Lexus hinten reingefahren. Doch so einfach ist das nicht. Denn dem Unfallbericht zufolge sei der Unfall zustande gekommen, weil die Fahrweise des selbstfahrenden Autos „abweichend“ gewesen sei.
Was immer das bedeuten mag.

29.06.2018

Stromtarife für E-Autos sind selten
Mit Fug und Recht muss sich die Autoindustrie den Vorwurf gefallen lassen, aktuell und in den vergangenen Jahren in Sachen E-Mobilität ins Hintertreffen geraten zu sein. Oder anders ausgedrückt: es wurde schlicht verschlafen. Doch das ist nicht das einzige Problem. Auch die Stromanbieter zeigen sich unbeweglich.

100 Energieversorger bieten Tarife für E-Autos an
Gerade einmal 100 Energieversorger bieten spezielle Tarife für E-Autos an. Das ist wenig, denn wer ein E-Auto fährt, der muss es auch aufladen, entweder zu Hause oder an einer Ladestation.

Die Verbraucher warten
Für die Verbraucher sind die fehlenden Tarife für E-Autos sehr enttäuschend. Denn spätestens seit dem Diesel-Skandal denken immer mehr Autofahrer darüber nach, auf E-Mobilität umzusteigen. Doch dafür brauchen sie entsprechende Infrastruktur, also Ladestationen und die Möglichkeit, von speziellen Tarifen zu profitieren, die auf sie zugeschnitten sind. Es sind also nicht nur die Autobauer, die in der Pflicht stehen, endlich die neue Entwicklung zu begreifen. Auch die Stromanbieter haben offenbar den Trend noch nicht erkannt. Und das verwundert umso mehr, als sich damit auch ein neues Geschäftsfeld öffnen kann. Aber spätestens, wenn dieser Umstand in die Köpfe eingedrungen ist, wird sich wahrscheinlich etwas ändern. So lange heißt es: Warten auf Stromtarife.

09.05.2018

Experten hacken sich aus der Ferne in Autos von VW
Moderne Autos sind wahre Wunderwerke. Sie können nicht nur fahren, sie helfen uns beim Einparken, Bremsen, geben uns Hinweise, wenn etwas nicht stimmt. Und sie sind natürlich meist auch smart, also mit Computersystemen ausgestattet, mit unseren Handys oder Smartphones verbunden und verfügen über Funktionalitäten, die uns den Atem stocken lassen. Aber was passiert, wenn sie gehackt werden? VW musste diese Erfahrung machen.

Infotainment bei VW und Audi geknackt
Der „Angriff“ kam aus den Niederlanden. Von dort aus haben sich Experten in die Infotainment-Systeme eines VW und eines Audi gehackt. Beide Systeme waren miteinander verbunden. Die Sicherheitsexperten führten nichts Schlechtes im Schilde, sie wollten lediglich beweisen, dass es möglich ist, das VW-System zu knacken. Der Beweis ist nun erbracht.

Droht Gefahr?
Der WLAN-fähige Infotainmentbaukasten (MIT) erlaubte den Hackern nach erfolgreicher Arbeit den Zugriff auf das Navigationssystem und Kommunikationsdaten des Fahrers, was schon nicht ohne ist. Der MIB ist allerdings auch mit dem Brems- und Beschleunigungssystem verbunden, und sollte das geknackt werden, kann es wirklich brisant werden. Es besteht also Handlungsbedarf.

26.03.2018

Fahrverbote in Hamburg? Nicht wirklich
Nach und nach müssen die betroffenen Städte nach dem Diesel-Skandal auf mögliche Fahrverbote reagieren. Und auch Hamburg ist betroffen. Ab April wird in der Hansestadt ein anderer Wind wehen. Wirklich kalt oder rau wird dieser aber nicht, denn der Senat hat sich für eine Maßnahme entschieden, die nicht Fahrverbot heißt, sondern abgemildert „Diesel-Durchfahrtsbeschränkung“. Das klingt dann schon weniger bedrohlich.

Ein paar Meter Fahrverbot auf der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße
Die Max-Brauer-Allee und die Stresemannstraße sind ohne Zweifel viel befahrene Straßen in Hamburg. Dass ausgerechnet sie ab April mit Fahrverboten belegt werden sollen, schockiert viele Autofahrer. Umweltschützer dagegen beschweren sich in die entgegengesetzte Richtung. Denn betroffen sind nicht etwa die ganzen Straßenzüge, sondern nur wenige Meter.

Alles halb so wild?
Für Umweltschützer ist die Maßnahme des Hamburger Senats viel zu wenig. Auf der Stresemannstraße sind lediglich 1.600 Meter betroffen, bei der Max-Brauer-Allee sind es sogar nur 580 Meter. Ob das ausreicht, um die Grenzwerte wieder in den grünen Bereich zu bringen, bleibt abzuwarten. Der Umweltsenator Jens Kerstan jedenfalls sieht die Sache nicht so eng, zumal er weiß, dass er es unmöglich allen recht machen kann. Also lebt er mit der Situation, wie sie nun einmal ist.

19.03.2018

Gebrauchtwagen: Welche sind die besten?
Der Spruch eines Autoverkäufers wird in Kiel gleich lauten wie in München: „Ist halt ein Gebrauchter, da stecks‘te nicht drinnen.“ Recht hat er wohl, aber dennoch gibt es Unterschiede bei gebrauchten Autos. Online werden oft Fahrzeuge zum Kauf angeboten, die die 150.000 oder sogar 200.000 Kilometer längst überschritten haben. Doch das muss kein Grund sein, die Finger davon zu lassen. Einige „alte Knochen“ fahren auch im hohen Alter noch ausgesprochen gut.

Die „alten“ Sieger
Audi konnte gleich mit fünf unterschiedlichen Modellen und Rubriken punkten. Bei den Kleinwagen, der Kompaktklasse, der Mittelklasse und dem Sportwagen war Audi mit dem A 1, dem A 3, A 4, A 6 und dem Audi TT vertreten und ließ die Konkurrenz zurück. Mercedes-Benz schnitt bei Vans und Geländewagen mit den Modellen M- bzw. GLE-Klasse und der B-Klasse sehr gut ab. Und VW war immerhin mit dem Amarok in der Rubrik Kleintransporter vertreten. Der erste Platz für den Transporter ging erneut an Mercedes-Benz, diesmal mit dem Sprinter.

Kaputte Wischblätter fließen nicht in die Wertung ein
Kaputte Wischblätter kommen ebenso wenig in die Auswertung wie abgefahrene Reifen. Und auch Wartungsfehler fließen nicht in die Wertung ein.
Natürlich bleibt beim Kauf von Gebrauchtwagen dennoch immer ein Restrisiko, keine Frage. Aber es gibt eben die „Alten“, die noch einen sehr guten Job machen und die, auf die weniger Verlass ist. Das war dann möglicherweise aber auch schon so, als diese Autos noch „frisch und knackig“ waren.

23.02.2018

Das lange Warten auf das E-Auto
Dieselskandal, Fahrverbote, Schummelsoftware, Millionenstrafen und so weiter. Viele Autofahrer haben schlicht und ergreifend die Nase voll. Immer mehr von ihnen entscheiden sich, dem klassischen Verbrennungsmotor den Rücken zu kehren und auf Elektro-Autos umzusteigen. Doch die Sache ist weit weniger einfach als gedacht.

Nachfrage und Angebot von E-Autos
Im Falle von E-Autos gibt es ein Problem. Die Nachfrage ist größer als das, was die Autobauer liefern können. Nach wie vor scheint es, dass die Automobilkonzerne die neue Entwicklung verschlafen oder zumindest vor ihr die Augen verschließen. Sehr ärgerlich für Kunden, die umsteigen wollen.

Fast wie Warten auf das Brot
Eigentlich ist die DDR ja Geschichte. Aber wer sich aktuell ein E-Auto kaufen will, muss mit langen Wartezeiten rechnen. Je nach Hersteller und Modell kann man sich freuen, zu Weihnachten ins neue Auto zu steigen. Wer Pech hat, muss ein ganzes Jahr warten, bis er auf das E-Auto umsteigen kann.
Die Branche zeigt sich überrascht. Man habe mit so einem Ansturm auf die E-Autos einfach nicht gerechnet, heißt es. Das allerdings ist ebenfalls eine Überraschung, denn dass der Skandal um manipulierte Software bei Dieselfahrzeugen ohne Folgen bleibt, sollte eigentlich niemand angenommen haben.

11.01.2018

Toyota will autonome Mehrzweckautos entwickeln
Das autonome Fahren entwickelt sich an allen möglichen Ecken und Enden. Zwar sind die Gefahren, die diese Technologie mit sich bringt, noch längst nicht erschöpfend ausdiskutiert, geschweige denn, dass alle Fragen beantwortet wären. Und auch die rechtliche Betrachtung gestaltet sich kompliziert. Denn im Zweifel gilt es, die Frage zu beantworten, wie ein autonom fahrendes Auto in bestimmten Situationen reagieren soll. Als Klassiker kann folgende Situation beschrieben werden: Wie entscheidet ein selbstfahrendes Auto, wenn es vor der Situation steht, einen Unfall nicht verhindern zu können und dabei entweder eine Gruppe Kinder oder ein Rentnerehepaar zu verletzen oder gar zu töten?
Doch Toyota treibt offenbar ein ganz anderer Plan um. Das selbstfahrende Mehrzweckfahrzeug.

Wenn das Geschäft nach Hause kommt
Ob der Einkauf im Geschäft, der Besuch beim Arzt oder das Einchecken im Hotel – bislang galt, dass wir uns erst einmal dort hinbewegen müssen, um das Angebot nutzen zu können. Wenn es nach Toyota geht, soll das irgendwann vorbei sein. Der Autobauer plant ein autonom fahrendes Fahrzeug, das direkt zum Kunden fahren soll. So groß wie ein Transporter soll das Fahrzeug individuell ausgestattet werden und Kunden oder Patienten einen Weg sparen, indem es einfach zu ihnen fährt.
Was nach einer Zukunftsmusik klingt, soll laut Toyota schon 2020 vorgestellt werden. Bis dahin müssen wir das Geschäft oder den Arzt unseres Vertrauens aber noch selbst aufsuchen. Womöglich auch über das Jahr 2020 hinaus, man wird es sehen.

04.12.2017

SUV versus Kalifornien: Der SUV verliert
Wo der Erfolgsweg des SUV begann? In Kalifornien, genauer: Los Angeles. Denn in dieser Stadt werden Trends vorbereitet, und der SUV begann genau dort seinen Weg in die Herzen der Autofahrer, und zwar weltweit. Doch etwas scheint sich verändert zu haben in Kalifornien, wo die Autobahnen zehnspurig sind und alles irgendwie ein bisschen größer, schneller und weiter sein muss.

E-Auto versus SUV: Der SUV verliert erneut
Die Zulassungszahlen von SUVs sind in Kalifornien rückläufig, und das schon länger. Stattdessen setzen die Menschen auf E-Autos. Doch eine weitere Fahrzeugklasse macht den dicken SUVs Konkurrenz: die Limousine. Auch sie ist beliebter als die großen Spritschleudern.

Vernunft aus Sorge
Man würde lügen, wenn man die Vernunft der kalifornischen Autofahrer alleine auf sie, die Vernunft, zurückführen würde. Kalifornien hat seit vielen Jahren Probleme mit der Luftverschmutzung. Daher pocht die Regierung in Kalifornien darauf, bestimmte Gesetze unabhängig von der amerikanischen Bundespolitik einführen zu können. Das hat gewissermaßen Tradition in Los Angeles. Der Boom des Umweltbewusstseins begann schon in den 1960er Jahren, und die Luft ist tatsächlich besser geworden. Zumindest für die Menschen, die in Kalifornien leben. Für die Hersteller von SUVs dagegen wird die Luft nicht besser, sondern dünner. Aber damit werden sie leben müssen.

04.09.2017

Rekordverdächtige Rückrufe – auch ohne Abgas-Skandal
Das Jahr 2017 hat es in sich, und ein Ende scheint nicht abzusehen. Das liegt natürlich in erster Linie am Diesel-Skandal, Abgas-Skandal oder auch wahlweise Kartell-Skandal. Das Drama hat unterschiedliche Namen, doch um die Autobranche steht es auch aus anderen Gründen schlecht.

Mängel, Mängel, Mängel!
In der ersten Jahreshälfte wurden 2017 bereits 1,7 Millionen Autos zurückgerufen. Liegt das an den Abgas-Skandalen? Weit gefehlt, es gibt weitere Gründe, Autos vom Kunden zurück ins Autohaus und von dort aus direkt in die Werkstatt zu rufen. Grund Nummer 1 ist die fehlende Sicherheit. Eine Anfrage der Grünen bei der Bundesregierung brachte zutage, dass alleine 1,35 Millionen Autos wegen Sicherheitsmängeln zurückgerufen werden mussten.

Rekordverdacht ohne Rekord
Die Zahl der Autos, die zurückgerufen werden mussten, ist alles andere als ein Kompliment für die Autobauer. Doch es gab vergleichbar schlimme Werte. Während in der Summe 2017 bisher alle Fahrzeuge (also inklusive Zweirädern) einen Wert von 2,29 Millionen ergeben, sah die Sache 2016 ähnlich dramatisch aus. Am Jahresende waren es 4,2 Millionen Fahrzeuge, die zurückgerufen werden mussten. Allerdings sind wir ja noch mitten drin im Abgas-Skandal. Gut möglich also, dass der Rekord aus dem Jahr 2016 in diesem Jahr getoppt wird. Oder, um es weniger zurückhaltend zu formulieren: wahrscheinlich, dass es so kommen wird.

17.07.2017

Audi und die Künstliche Intelligenz
Audi macht ernst. Zwar sind selbstfahrende Autos schon heute nichts Exotisches mehr, aber der VW-Tochterkonzern geht ganz nah ran an die Technologie der Künstlichen Intelligenz. Mit dem Audi A8.

Freihändig auf der Autobahn
Freihändige Autobahnfahrten waren bisher nur graue Theorie oder etwas für Teststrecken. Denn bislang konnte kein Fahrzeug den sogenannten „Level 3“ erreichen. Audi jetzt aber schon. Zwar nur bis 60 Stundenkilometer, aber doch freihändig auf der Autobahn, möglich ist das mit dem A8 der vierten Generation. Für Fahrer ein mehr als ungewöhnliches Gefühl, aber gewöhnt man sich nicht letztlich an alles? Zumindest irgendwann?

Toter Winkel? Schnee von gestern!
Der tote Winkel hat im Laufe der Zeit unzählige Unfälle verursacht. Doch die Künstliche Intelligenz (KI) macht bei Audi Schluss damit. Mittels unterschiedlicher Kameras werden Hindernisse auch dort erkannt, wo der Mensch mit seinem Schulterblick nichts sehen kann. Dabei können die Kameras auch zwischen bewegten und unbewegten Gegenständen unterscheiden. Und selbst in der Nacht sehen die Kameras bis zu 200 Meter weit.

Die nächste Stufe des Fahrens
Keine Frage, Audi läutet die nächste Ära des Autofahrens ein. Mit der Einbeziehung von Künstlicher Intelligenz werden die Möglichkeiten des automatischen Fahrens weiter erhöht. Es ist letztlich eine Frage der Zeit, bis wir alle in aller Ruhe die Hände vom Lenkrad nehmen können – auch bei 120 Stundenkilometern.

Zulassungsdienst Hamburg

28.06.2017

Kosten E-Autos Arbeitsplätze?
Klar, wenn wir immer mehr selbstfahrende Autos auf die Straße bekommen, sind Berufsgruppen wie Fahrlehrer oder Taxifahrer auf lange Sicht diejenigen, die darunter leiden werden. Doch was bedeutet der Umstieg auf elektrisch angetriebene Autos für den Arbeitsmarkt? Immerhin werden durch den Bau von Autos unzählige Arbeitsplätze gesichert. Doch E-Autos sind weniger aufwändig in der Produktion, daher dürften Arbeitsplätze wegfallen.

200 Teile versus 1.400 Teile
Die Produktion von Autos mit herkömmlichen Motoren ist aufwändig. E-Autos dagegen sind mit deutlicher weniger Aufwand zu bauen. Während für einen Benziner im Motorraum rund 1.400 Teile verbaut werden, sind es bei E-Autos gerade einmal 400 Teile. Kein Wunder, dass dafür weniger Arbeitskräfte nötig sind.

Neuerungen auch für Zulieferer
Nicht nur bei den Autobauern selbst wird es Veränderungen geben. Auch Zulieferer sind in Zukunft womöglich von den veränderten Rahmenbedingungen betroffen. Es ist also die Frage, wer was künftig brauchen wird, bei wem er es kauft und ob die Zulieferer in der Lage sind, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen. Für die Belegschaften heißt das, dass sie auf die Innovationskraft der Unternehmen hoffen müssen, in denen sie beschäftigt sind. Unternehmen, die mit der Entwicklung nicht Schritt halten können, werden auf verlorenem Posten stehen – und ihre Mitarbeiter auch.

19.05.2017

Künstliche Intelligenz: Von denkenden Autos
Selbstfahrende Autos sind auf dem Vormarsch, und diese Entwicklung wird nicht aufzuhalten sein. Doch die Anforderungen an diese Technik sind hoch. Schließlich geht es im Zweifel um Menschenleben, selbst kleine Fehler können zu katastrophalen Folgen führen. Daher gehört die Künstliche Intelligenz ganz klar zur Entwicklung selbstfahrender Autos dazu.

Situationen erkennen, Entscheidungen treffen
Routinierte Autofahrer wissen: Die meisten Entscheidungen werden intuitiv getroffen. Oder eben aufgrund jahrelanger Praxis, die zur Routine geführt hat. Doch jeder Fahranfänger weiß auch, wie schwierig es ist, in einer Situation richtig zu reagieren. Bremsen oder beschleunigen? Ausweichen oder den Crash als „kleines Übel“ in Kauf nehmen? Unzählige Situationen verlangen Entscheidungen innerhalb von Bruchteilen von Sekunden.

Das lernende Auto
Durch künstliche Intelligenz sollen selbstfahrende Autos lernen, eigene Entscheidungen zu treffen. Bisher wird jede Situation errechnet, aber nicht „gefühlt“. Das soll sich durch Künstliche Intelligenz ändern. Die Autos von morgen berechnen nicht nur die beste Reaktion, sie lernen außerdem, bei jeder Aktion besser zu werden, ganz so wie der Fahranfänger, der im Laufe der Zeit zum Routinier wird.
Viele Fachleute sind sich inzwischen einig, dass das autonome Fahren ohne Künstliche Intelligenz künftig chancenlos sein wird. Ein lernendes Auto dagegen kann die Fähigkeiten des Menschen überholen. Und zwar rechts wie links.

26.04.2017

Wenn Hacker für Autofahrer zum Problem werden
Hollywood mag es gern laut, bunt … und krachend. Deswegen sind Filme wie „The Fast & The Furious“ oder „Transformers“ Kinohits geworden. Zwar in unterschiedliche Geschichten verpackt, aber doch ähnlich zeigen in beiden Filmen Autos, dass sie deutlich mehr können, als nur die Befehle des Fahrers auszuführen. Hat das womöglich etwas mit der wirklichen Welt zu tun?

Fernab der Realität. Oder?
Die Vorstellung, dass Autos Dinge tun, die wir nicht wollen, ist mehr als beunruhigend. Wer bei 120 Stundenkilometer plötzlich die Kontrolle über den Wagen verliert, hat nichts zu lachen. Dennoch ist diese Idee bisher eher Zukunftsmusik gewesen. Doch tatsächlich sind wir mitten drinnen in dieser Zukunft.

Was programmiert wurde, kann gehackt werden
Moderne Autos sind eher fahrende Computer als herkömmliche Fahrzeuge. Die Technik ist so weit fortgeschritten, dass selbst einfache Reparaturen oft besser von Programmierern als von Kfz-Mechanikern durchgeführt werden. So viel Technik ruft auch Hacker auf den Plan. Die sind nämlich äußerst interessiert, wenn es darum geht, Schwachstellen zu entdecken. Im besten Fall geben sie ihr gewonnenes Wissen preis und machen auf Sicherheitslücken aufmerksam. Im schlimmsten Fall haben sie Böses im Sinn, und dann kann es wirklich gefährlich werden. Man kann also vortrefflich darüber streiten, ob durch Computertechnik das Autofahren in Zukunft sicherer wird.

Ihr Zulassungsdienst Hamburg

14.03.2017

Die Tücken des Keyless-Systems
Die Fernbedienung für Autos war gestern. Der neue Trend heißt Keyless. Zugegeben, viel mehr als die herkömmliche Fernbedienung kann es auch nicht, man muss nur eben den Schlüssel bzw. die Fernbedienung nicht mehr aus der Tasche holen, durch ein Funksignal lässt sich der Wagen auch so öffnen und starten. Doch das bisschen mehr Komfort hat auch seine Tücken.

Nicht eingeladene Mitfahrer
Für gerissene Kriminelle mit technischem Sachverstand ist es problemlos möglich, die Keyless-Systeme zu knacken bzw. das Signal abzufangen und für sich zu nutzen. Hat der Besitzer es sich zu Hause auf dem Sofa gemütlich gemacht, können die Diebe zuschlagen und das Auto mühelos öffnen und losfahren.

Die Hersteller kennen das Problem
Neu ist das Problem nicht, die Hersteller arbeiten bereits an Lösungen. Bis es soweit ist, ist es ratsam, das Keyless-System zu deaktivieren. Was dann allerdings aus der vermeintlich innovativen Idee einen ziemlichen zahnlosen Tiger werden lässt.

15.02.2017

Was passiert, wenn Opel verkauft wird?
Die Nachricht kam plötzlich wie ein heftiges Sommergewitter. Scheinbar aus dem Nichts wurde bekannt, dass der französische Autobauer PSA Opel kaufen will. Das blieb nicht folgenlos, Mitarbeiter von Opel und die Politik sind gleichermaßen beunruhigt.

Schelte von allen Seiten
Als bekannt wurde, dass die Peugeot-Mutter PSA mit dem Gedanken spielt, Opel zu übernehmen, war Ärger vorprogrammiert. Die neue Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries reagierte wütend. Für sie sei es „inakzeptabel“, dass die Verkaufspläne offenbar komplett an den Betriebsräten, der IG Metall und der Bundesregierung vorbei beschlossen wurden. Jetzt sollen Gespräche mit Kanzlerin Merkel geführt werden.

Angst vor Jobverlust
Wenn Unternehmen verkauft werden, geht bei den Mitarbeitern in der Regel die Angst um. Groß sind die Sorgen um die Arbeitsplätze, denn oft genug gehen diese mit Unternehmensverkäufen einher. Und auch im Falle von Opel werden Befürchtungen laut. „Auto-Guru“ Ferdinand Dudenhöfer vermutet, dass bei Opel tausende Jobs auf dem Spiel stehen, wenn der Deal in die Tat umgesetzt wird. Von 1862 bis heute war Opel in Rüsselsheim aktiv, doch nun scheint diese Ära bald vorbei zu sein. Ob tatsächlich Arbeitsplätze wegfallen, mag heute noch niemand abschließend zu beurteilen. Nüchtern betrachtet muss man allerdings davon ausgehen.

05.01.2017

Fiat Chrysler plant das Auto als Wellness-Oase
Autos waren früher das Statussymbol Nummer 1. Es ging längst nicht nur darum, Menschen von A nach B zu bringen. Es ging um Tempo, Design, PS und Luxus. Doch das Auto ist nicht mehr so beliebt wie früher. Gerade junge Leute verzichten gern auf die Blechkisten, die in ihren Augen eh nur Kosten und Schmutz verursachen. Fiat Chrysler will diesem Trend nun entgegentreten und dem Auto eine völlig neue Bedeutung verliehen.

Das Auto als Rückzugsort
Geht es nach dem Willen von Fiat Chrysler, nutzen die Menschen das Auto künftig als Ort der Ruhe, als einen Platz, an den man sich gern zurückzieht. Die neue Autogeneration soll eine Art Unterhaltungszentrale sein, ein Rückzugsort, an dem man die Muße findet, in sich zu gehen und sich den schönen Dingen des Lebens zu widmen.

Der „Ich-will-gar-nicht-mehr-woanders-sein“-Ort
Fiat Chrysler plant ein Auto, das im Innenraum weitgehend frei gestaltbar sein soll. Außerdem sollen bis zu 8 Laptops angeschlossen werden können, und verschiedene Sound-Zonen sollen Streit zwischen den Generationen verhindern. So können Kinder hören, was sie mögen und die Eltern ihr eigenes Programm gestalten.

Der Plan von Fiat Chrysler klingt tollkühn. Ob er allerdings von den Kunden angenommen wird, ist eine andere Frage. Genau wie die nach den 8 Laptops. Denn wann nutzen so viele Leute gleichzeitig in einem Auto einen Laptop?

13.12.2016
Wie Autofahrer der Euro-6-Norm von der Maut profitieren
Gefühlt wird über die Maut wohl seit knapp 20 Jahren diskutiert. Und ob der jetzt erreichte Kompromiss von Dauer sind wird, das wird man sehen. In jedem Fall aber können Autofahrer der Euro-6-Norm von der Maut profitieren.
Die Euro-6-Norm – was ist das eigentlich?
Diese Norm legt die Grenzwerte für unter anderem Stickoxid- und Partikelemissionen vor. Die Vorgaben der Euro-6-Norm müssen seit September 2015 von allen Neufahrzeugen erfüllt werden.
Wie die Bundesregierung aus der Not eine Tugend gemacht hat
Worum genau ging es eigentlich bei Streit um die Maut? Um die Benachteiligung von ausländischen Autofahrern, da sah zumindest die EU-Kommission so. und sie scheint damit Recht zu haben, denn der Vorschlag der Bundesregierung sah vor, dass deutsche Autofahrer jeden einzelnen Cent der Maut zwar zunächst zahlen müssen. Diese aber dann über die Kfz-Steuer komplett erstattet bekommen. Das wollte die EU-Kommission nicht akzeptieren, sah sie darin doch eine Ungleichbehandlung von ausländischen Autofahrern. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ging also in sich und formulierte einen Kompromissvorschlag.
Aus nichts mach mehr!
Die Lösung Alexander Dobrindts ist kreativ, keine Frage. Er schlug einfach vor, dass Autofahrer, die besonders sparsam fahren, bei der Maut entlastet werden sollen. Somit verlagerte er die Problematik von der Herkunft der Autofahrer auf die Fahreigenschaften der Autos, die über die Straße rollen. Besonders sparsame Autofahrer werden also entlastet, EU-Ausländer zahlen nach wie vor die Maut.
Insgesamt klingt das alles ein wenig nach einem Schildbürger-Streich. Aber so tickt eben die EU zuweilen.

04.11.2016

Autonome Autos brauchen eine Fahrprüfung, die jeden Rahmen sprengt
Wir alle kennen das: Die Führerscheinprüfung ist eine Angelegenheit, die die Nerven arg strapaziert. Gut, die einen sind nervöser, die anderen nehmen‘s gelassener. Aber an niemandem zieht die Führerscheinprüfung wohl spurlos vorbei. Dennoch: Nach einer knappen Stunde ist der „Spuk“ vorbei. Ganz anders ist das bei selbstfahrenden Autos, die ebenfalls eine Prüfung ablegen müssen.

Bis zur Sonne und zurück – 88 Mal!
Eine Garantie gibt es nicht. Deswegen bleibt nach jeder bestandenen Führerscheinprüfung ein Restrisiko zurück. Entwickelt sich der Fahranfänger gut und fährt schon bald sicher und vernünftig? Oder beginnt mit dem „Lappen“ die Zeit der Rücksichtslosigkeit oder Aggression? Man weiß es vorher nicht, aber das Risiko wird allgemein anerkannt. Anders geht es ja nicht.

Doch an autonome Autos werden deutlich höhere Anforderungen gestellt. Deshalb reicht die Prüfungsstrecke, die ein selbstfahrendes Autos theoretisch machen müsste, bis zur Sonne und wieder zurück – und zwar 88 Mal!

Weitreichende Konsequenzen
Schätzen autonome Autos nicht jede Situation exakt richtig ein, kann das tödlich enden. So geschehen, also ein selbstfahrendes Auto einen Sattelschlepper für ein Verkehrsschild hielt und einen Unfall verursachte. Um möglichst alle Eventualitäten zu berücksichtigen, wäre also die eben genannte Prüfungsstrecke nötig. Wobei man ergänzen muss, dass auch das nicht zu 100 Prozent Sicherheit führt. Weil es die eben nicht gibt. Nirgends.

12.10.2016

UNITI: Der kleine Stadtflitzer, der aus der Zukunft kommt
Nicht hinter jeder Neuentwicklung muss ein Großkonzern wie BMW oder Mercedes stehen. Das beweist die Arbeit des Startup-Unternehmens UNITI, das einen kleinen Stadtflitzer entwickelt hat – auf Grundlage einer Crowd-Finanzierung.

Nur 36 Stunden brauchte das schwedische Unternehmen UNITI, um sage und schreibe 500.000 Euro einsammeln zu können. Jetzt steckt der Wagen, der anmutet wie ein Fahrzeug aus dem Jahr 2030, mitten in der Entwicklung. Pedale? Fehlanzeige! Bremsen? Wird über das Lenkrad erledigt, das nach vorn gedrückt wird, um schneller und nach hinten gezogen wird, um langsamer zu fahren. Auch Knöpfe und Plastikarmaturen wollten die Entwickler nicht, also blieben sie weg.

Konkurrenz für den Smart
Bislang galt der Smart als das Stadtauto Nummer 1. Klein und wendig ist er ideal für enge Straßen und kleine Parklücken. Doch der UNITI kann’s mindestens genauso gut. Leer wiegt der „Kleine“ gerade einmal 400 Kilogramm, seine Reichweite beträgt 150 Kilometer, was in der Stadt völlig ausreichend ist.

Keine Lust auf die Platzhirsche
Mögliche Großinvestoren scharren zwar schon mit den Hufen, weil sie den UNITI als potenziell gewinnbringend betrachten. Aber die Macher des Startups halten davon nicht viel. Sie wollen erst einmal so weitermachen, wie sie angefangen haben, wahrscheinlich, um weiterhin unabhängig zu bleiben.
Bleibt abzuwarten, ob der UNITI sich durchsetzen kann. Wünschen würde man es denn sympathischen „Überzeugungstätern“, die hinter dem Stadtflitzer stehen.

09.09.2016

Warum wir unseren Autos gern Namen geben
Hätten Sie spontanes Interesse an einem Auto mit dem wohlklingenden Namen „Typ 1“? Vermutlich nicht, denn diese Bezeichnung klingt doch eher langweilig. Der Typ 1 war trotzdem ein Verkaufsschlager, vielleicht sogar der Verkaufsschlager. Denn wir sprechen hier vom weltberühmten Käfer, der auch heute noch Kultstatus hat. Doch wieso machen das, warum geben wir

Autos Namen?
Namensgeber als Job
Wieso heißt der Twingo eigentlich Twingo? Oder der Smart Smart? Gute Frage, um die sich professionelle Namensgeber kümmern, die jeder Autobauer in seinen Reihen hat. Der Name muss zum Wagen passen, muss Begriff und Fahrzeug gedanklich in eine Reihe beringen. Er muss aber auch international einsetzbar sein. Und er muss – das in erster Linie – Emotionen wecken. Doch so gut die Automobilhersteller auch sein mögen bei der Kreation von Namen für Autos – wir Fahrer neigen eher zu schlichteren Bezeichnungen.

Namen geben Sicherheit
Der alte Benz von Manuel K. heißt „Mister Eco“. Weil er so schön sparsam ist. Und Julia M. nennt ihren Geländewagen sogar „Ritter“. Die Gründe liegen auf der Hand, beide verbinden mit ihren Autos bestimmte Attribute. Julias Bezeichnung für ihren Wagen entstand aus einem einfachen Grund. Sie hatte einmal einen Unfall, der aber glimpflich ausging. Weil ihr „Ritter“ so gut gebaut war, dass er einen größeren Schaden verhindern konnte. Wie Ritter das eben so machen.

18.07.2016

Selbstfahrende Autos: Bald auch durch Justitia abgesegnet?
Selbstfahrende Autos sind längst schon kein Science Fiction mehr. Vor ein paar Jahren klang die Vorstellung eines Autopilots, der uns das Fahren abnimmt, zwar noch wie ferne Zukunftsmusik. Doch inzwischen haben neben Google, der Post und Mercedes Benz zahlreiche andere Konzerne das Projekt des automatischen Fahrens in Angriff genommen. Fehlt noch die rechtliche Grundlage.

Die Bundesregierung will‘s wissen!
Selbstfahrende Autos können auf so ziemlich jedem Belag fahren. Nur der rechtliche Untergrund ist in Deutschland noch unklar. Das will die Bundesregierung unter der Federführung des Verkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) nun ändern. Und zwar im Eilverfahren, so sieht es jedenfalls aus. Schon Ende Juli 2016 ist die entsprechende Ressortabstimmung geplant.

Autopilot mit Einschränkungen
So ganz scheint die Bundesregierung der Sache allerdings noch nicht zu trauen. In Paragraph 1a heißt es, dass selbstfahrende Autos „für eine bestimmte Zeit und in bestimmten Situationen“ die Übernahme der Kontrolle durch das Auto übernehmen könnten.
Allerdings wird vom Fahrer nach wie vor erwartet, dass er jederzeit ins Geschehen eingreifen kann. Ein kleines Nickerchen, während der Autopilot seinen Job macht, wird also nicht zulässig sein. Wie lange der Fahrer seine Aufmerksamkeit anderen Dingen zuwenden kann, ist jedoch nicht eindeutig festgelegt. Das bleibt dann im Einzelfall an den Gerichten hängen.

17.06.2016

Kfz-Zulassungen im Aufwärtstrend
Im Mai 2016 konnten Statistiker einen zweistelligen Zuwachs bei Autoanmeldungen feststellen. Für die Zulassungsstellen dürfte das noch mehr Arbeit bedeuten, für die Kunden noch längere Wartezeiten. Wohl auch deshalb erleben wir bei DKK24 einen stetigen Anstieg der Anfragen nach unserem Zulassungsdienst.
Ein paar Zahlen:
Um Mai 2016 wurden 286.091 Autos zugelassen, das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr von rund 12 Prozent. Deutlich angezogen haben die Zulassungen bei Privatleuten, mit 37,4 Prozent immerhin knapp 13 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum Mai 2015. Die Autobauer freut das naturgemäß, auch wenn nicht alle davon profitieren.

Die Gewinner des Aufwärtstrends
Die Gewinner bei den Neuzulassungen sind eindeutig Kompaktwagen. Fast alle Marken können hier Steigerungen verbuchen. Doch auch Mittelklassewagen und SUVs sind nach wie vor beliebt und werden gerne gekauft. In Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftslage ist interessant, dass besonders hochklassige Autos zulegen konnten. Alleine Jaguar konnte einen Zuwachs von deutlichen 156 Prozent verzeichnen.

Die Verlierer mit Abwärtsbewegung
Ausgerechnet der Marktführer konnte am aktuellen Wachstum nicht teilnehmen. VW musste 0,6 Prozent Verluste hinnehmen. Nun ist das keine ausufernde Zahl, die sicher nicht großartig ins Gewicht fällt. Zudem konnte Audi mit 26 Prozent ein erhebliches Plus hinlegen. Dennoch kann man davon ausgehen, dass der Abgasskandal sich insgesamt negativ auf die Kauffreude der Kunden ausgewirkt hat. Das Genick wird dieser dezente Rückgang VW aber eher nicht brechen. Es sei denn, es kommt noch ein großer Skandal nach.

09.05.2016

Selbstfahrende Autos: Die Bahn und Google arbeiten dran

Bordcomputer, Automatikgetriebe, Scheibenwischer, die mittels Sensor eigenständig erkennen, was sie sich bewegen müssen – das Autofahren wird immer leichter, die Technik nimmt uns vieles ab. Die Bahn und Google arbeiten jetzt leidenschaftlich daran, komplett selbstfahrende Autos zu entwickeln.

Was die Deutsche Bahn und Google da zusammen vorhaben, klingt ein wenig nach Zukunftsmusik, doch die Entwicklung ist schon so seit, dass von Science Fiction keine Rede mehr sein kann. Die Bahn plant sogar, gleich eine ganze Flotte selbstfahrender Autos in Auftrag zu geben. Sie erhofft sich davon sinkende Zahlen bei Verkehrsunfällen und will zu den Pionieren gehören, die sich mit dem Thema befasst haben. Google hat nichts dagegen, braucht die Suchmaschine doch finanzstarke Partner beim Projekt selbstfahrendes Auto.

Auch Apple ist dran

Nicht nur Google findet die Idee selbstfahrender Autos genial. Auch der große Konkurrent Apple hat sich der Sache angenommen. Und sich erst mal eine blutige Nase geholt. Denn sowohl von Daimler als auch von BMW hagelte es Absagen, sich an dem ambitionierten Vorhaben zu beteiligen. Die offizielle Begründung könnte aber vorgeschoben sein.

Immer modern, aber nicht zu sehr

Nach außen kommunizierten BMW und Daimler ihre Absagen an Apple mit der Begründung, dass nicht sichergestellt sei, wem die Daten der selbstfahrenden Autos gehören würden. Nach innen aber darf davon ausgegangen werden, dass die Autobauer in selbstfahrenden Autos eine Konkurrenz sehen, die sie sich möglichst lange vom Hals halten wollen.
Das wird allerdings wohl nicht ewig funktionieren, denn Google und die Bahn stecken mitten drin in der Entwicklungsarbeit.

15:04:2016

KFZ Anmeldung, Abmeldung: Das harte Los der Elektroautos

Eine gute Sache sind sie ja, die Elektroautos. Doch ihre Zahl nimmt nicht zu, sondern sogar eher ab. Woran liegt das?

Die Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland halten sich sehr in Grenzen. Offenbar werden die sogenannten „Stromer“ von den Autofahrern nicht so angenommen, wie sich das der Gesetzgeber vorgestellt hat. Ein Grund sind sicherlich die fehlenden Kaufanreize. Hier können andere Länder deutlich attraktivere Konditionen bieten. Doch es gibt noch einen weiteren Grund.

Stromer: Gut für die Statistik

Besonders Unternehmen kaufen sich inzwischen ausgesprochen gern Stromer. Weil durch sie die CO2-Bilanz verbessert werden kann. Ist das dann aber geschehen, gehen die Elektroautos gleich wieder „über den Ladentisch“. Im Schnitt werden sie nach zwei Monaten schon wieder verkauft. Die Statistik ist also aufgebessert, das E-Auto weg, meist ins Ausland verkauft, wo die Kaufanreize einfach besser sind.

Verzweifelte Händler

Für die Händler ist die aktuelle Entwicklung alles andere als schön. Und die regierungsnahe „Nationale Plattform Elektromobilität (NPE)“ ist mächtig unter Druck. Sie spricht zwar vollmundig von über 50.000 Neuzulassungen alleine im Jahr 2015. Doch in diese Rechnung fließen auch die Fahrzeuge ein, die längst im Ausland fahren. Experten sprechen inzwischen sogar davon, dass die faktische Zahl der Stromer, die auf Deutschlands Straßen unterwegs sind, sogar rückläufig ist.

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